Disputorium

Forum-Breadcrumbs - Du bist hier:ForumAllgemein: Dies das AnanasRolled Inclusivity
Du musst dich anmelden um Beiträge und Themen zu erstellen.

Rolled Inclusivity

Zitat von Der Oger am 30. Juni 2020, 19:15 Uhr

Kinsey gab Dir schon 48 unrecht.

Dein shield signal proof apparel ist übrigens fertig.

Stimme der Vernunft. 4E Archoangel - love me or leave me!
Zitat von Elegod am 30. Juni 2020, 19:15 Uhr

Die Aussage, ein Anteil von 25 % nicht heterosexueller Personen sei schädlich für den Arterhalt, erscheint mir sachlich schwer begründbar.

Die aktuelle Fertilitätsrate der Welt wird für den Arterhalt mit 2,1 angegeben. Bei einem derart geringen Anteil heterosexueller Personen müsste dieser also eher bei ca. 3 liegen. Insofern kann man mE schon von einer angenommen Schädlichkeit für den Arterhalt sprechen. Du darfst das aber gerne anders sehen - müssen die egoistischen Schlampen heteronormativen Frauen eben mehr Kinder produzieren und großziehen, damit das geht ... [Polemik aus]

Stimme der Vernunft. 4E Archoangel - love me or leave me!
Zitat von Archoangel am 30. Juni 2020, 17:49 Uhr

Wenn überhaupt sollte die Wahrscheinlichkeit doch (meines Erachtens) bei der Realität bleiben

In einer Phantasiewelt kann es ja auch eine von unserer Realität abweichende Realität geben.

Eines der Hauptprobleme, die ich heutzutage mit der SEUCHE an politischer Einflußnahme im Rollenspiel habe, ist ja, daß unsere realweltliche Politik, realweltliche (US-)Verhältnisse in JEDE noch so phantastische, abweichende, einzigartige Welt reingehämmert werden.

Somit kann man in einer eigenen Spielwelt machen, was man will.

Manchmal ist jedoch das, was man will, einfach BEKLOPPT.

Ein Beispiel: ich bin ja ein The-Expanse-Fan (der Romane, schon etwas weniger der Serie). Das The Expanse RPG hat folgende gloriose Zufallstabelle im Quickstarter zu bieten:

Gender
1D6 RESULT
1–2 male
3–5 female
6 gender-fluid or agender

Das ist für mich wieder eines der leider zahlreicher werdenden Beispiele der Verdrängung von Männern und männlicher Charaktere in den Medien.

Gerade einmal 33% sollen hier männlich sein, 50% sollen hier weiblich sein, und "gender-fluid" oder "agender" sollen satte 16% sein.

Da bleibt mir tatsächlich die Glaubwürdigkeit des Settings auf der Strecke. Wenn man die Romane kennt, in denen natürlich lauter Kram wie "polyamorie"-geprägte "Familien" und dergleichen als Signal an bestimmte Klientel der Leserschaft präsentiert werden, dann ist natürlich zu erwarten, das solche exotischen Verhältnisse auch im Rollenspiel abgebildete werden. Aber in der obigen Häufigkeit kommt das auch in den Büchern nicht vor.

Da kommt zumindest bei mir der Eindruck auf, daß hier eine AGENDA verfolgt wird. Und das mag ich halt in meinen Rollenspielen nicht haben.

Zitat von Zornhau am 30. Juni 2020, 21:21 Uhr
Zitat von Archoangel am 30. Juni 2020, 17:49 Uhr

Wenn überhaupt sollte die Wahrscheinlichkeit doch (meines Erachtens) bei der Realität bleiben

In einer Phantasiewelt kann es ja auch eine von unserer Realität abweichende Realität geben.

Eines der Hauptprobleme, die ich heutzutage mit der SEUCHE an politischer Einflußnahme im Rollenspiel habe, ist ja, daß unsere realweltliche Politik, realweltliche (US-)Verhältnisse in JEDE noch so phantastische, abweichende, einzigartige Welt reingehämmert werden.

Somit kann man in einer eigenen Spielwelt machen, was man will.

Manchmal ist jedoch das, was man will, einfach BEKLOPPT.

Ein Beispiel: ich bin ja ein The-Expanse-Fan (der Romane, schon etwas weniger der Serie). Das The Expanse RPG hat folgende gloriose Zufallstabelle im Quickstarter zu bieten:

Gender
1D6 RESULT
1–2 male
3–5 female
6 gender-fluid or agender

Das ist für mich wieder eines der leider zahlreicher werdenden Beispiele der Verdrängung von Männern und männlicher Charaktere in den Medien.

Gerade einmal 33% sollen hier männlich sein, 50% sollen hier weiblich sein, und "gender-fluid" oder "agender" sollen satte 16% sein.

Da bleibt mir tatsächlich die Glaubwürdigkeit des Settings auf der Strecke. Wenn man die Romane kennt, in denen natürlich lauter Kram wie "polyamorie"-geprägte "Familien" und dergleichen als Signal an bestimmte Klientel der Leserschaft präsentiert werden, dann ist natürlich zu erwarten, das solche exotischen Verhältnisse auch im Rollenspiel abgebildete werden. Aber in der obigen Häufigkeit kommt das auch in den Büchern nicht vor.

Da kommt zumindest bei mir der Eindruck auf, daß hier eine AGENDA verfolgt wird. Und das mag ich halt in meinen Rollenspielen nicht haben.

Die Tabelle ist doof, da gebe ich Dir Recht. Allerdings: Diese Dinge krampfhaft raushalten zu wollen, ist auch eine politische Agenda. Die der Rosa Winkel und Listen, die des 175 StGB.

It is by nerdiness alone I set my mind in motion. It is by the roll of dice my thoughts acquire speed; the dice create uncertainty, and uncertainty creates an adventure. It is by nerdiness alone I set my mind in motion.

Um recht zu verstehen:

Was ist die Funktion des Auswürfelns der sexuellen Orientierung?

Ich frage, weil meiner Erfahrung nach so ziemlich jeder Aspekt eines NSC (Figur, Personnage, wie dem auch sei) im Spiel eher zum Tragen kommt als dieser. Würfelst Du folgendes aus? Körpergröße, Haarfarbe und -länge, Körperbau, extrovertiert oder introvertiert, Stimmlage, Kleidungsstil, Arbeitsethos, Duzer oder Siezer? Das ist eine nicht-abschließende Auflistung von Dingen, die in der Interaktion mit NSC mEn relevanter sind als die sexuelle Orientierung.

Ich drücke es mal vulgär aus: Die sexuelle Orientierung des NSC wird in der Regel erst dann relevant, wenn ein SC versucht, sie anzugraben. Und manchmal noch nicht mal dann.

Punch it, 中尉!
Zitat von Der Oger am 30. Juni 2020, 22:11 Uhr

Allerdings: Diese Dinge krampfhaft raushalten zu wollen, ist auch eine politische Agenda. Die der Rosa Winkel und Listen, die des 175 StGB.

Wird das denn in irgendeinem Rollenspiel tatsächlich gemacht? Also ernsthaft der "Rosa Winkel" etc.?

Mir ist da keines bekannt.

Nicht einmal eines, das sich explizit auf "es gibt nur zwei Geschlechter" oder ähnliche Positionen festlegt.

Hingegen wird der gesamte vielfältige Strauß an unterschiedlich seltsamen SJW-Agenden in zahlreichen Produkten auf unterschiedliche Weise eingebracht. Da sind tapsige Vorstöße wie die obige Zufallstabelle von The Expanse eben sofort ins Auge fallend BEKLOPPT. Aber auch die Fate World of Adventure, in der durchgängig "xir" als "geschlechtsneutrales Pronomen" verwandt wurde und die dadurch VÖLLIG UNLESBAR wurde, kann sich der Holzhammermethode des Agenda-Rundumschlags rühmen.

Wie gesagt, die "Gegenrichtung" findet im Rollenspiel einfach nicht statt, egal, was Du da behauptest.

Es ist nur das krampfhafte REINPRÜGELN solcher Agenda-KEILE ins Rollenspielhobby, das zum einen sehr wirkungsvoll SPALTET und dessen Krampfhaftigkeit einfach NERVT.

Was auch immer an positivem Willen, positiven Beweggründen hinter all diesen Agenda-Facetten stehen mag, mit der Dampframme "bekehren" zu wollen, ist NICHT förderlich in normalen, normal denkenden Leuten irgendein Problembewußtsein zu wecken, sondern das weckt nur WIDERSTAND.

Wir leben in einer Zeit, in der MAXIMAL AUTORITÄRES DREINSCHLAGEN die "Methode der Wahl" in vielen, vielen Lebensbereichen geworden ist. Das macht es aber nicht besser, sondern - im Gegenteil - schlimmer.

Ich spiele Mal weiter den Anwalt der Gegenseite.

Zitat von Zornhau am 1. Juli 2020, 1:07 Uhr
Zitat von Der Oger am 30. Juni 2020, 22:11 Uhr

Allerdings: Diese Dinge krampfhaft raushalten zu wollen, ist auch eine politische Agenda. Die der Rosa Winkel und Listen, die des 175 StGB.

Wird das denn in irgendeinem Rollenspiel tatsächlich gemacht? Also ernsthaft der "Rosa Winkel" etc.?

Mir ist da keines bekannt.

Nicht einmal eines, das sich explizit auf "es gibt nur zwei Geschlechter" oder ähnliche Positionen festlegt.

Die Abwesenheit jeglicher Nennung der Problematik könnte auch bedeuten: Husch Husch, zurück in den Kleiderschrank, Don't Ask Don't Tell.

Alle die nicht dem Idealbild des mitteleuopäischen Anabolika-Barbaren oder Prallweibes in Chainmailbikini entsprechen wollen, haben die Klappe zu halten und sich unterzuordnen.

Da wird halt nur eine Klientel abgeholt: Weiß, straight (oder vorgeblich so), männlich.

Und wenn andere sich nicht an die Rollenvorstellung dieser Klientel halten wollen, dann sind sie halt Radikale, die alles zerstören wollen.

Dabei geht es nur um Spiele, Texte und Bilder, die mehr als einer Gruppe gefallen sollen.

Wer sich daran stört, das Firmen allein aus Profitgründen ihre Außendarstellung, Verpackung und Inhalt ändern, muss dringend zum Arzt.

Firmen, die überleben wollen, machen das nämlich ständig.

ADD:

Und wer ständig und militant, mit Gift oder/ und mit großen verbalen Explosionen jegliche Veränderungen ablehnt, ist... auch nicht so weit von einem Radikalen weg.

It is by nerdiness alone I set my mind in motion. It is by the roll of dice my thoughts acquire speed; the dice create uncertainty, and uncertainty creates an adventure. It is by nerdiness alone I set my mind in motion.
Zitat von Der Oger am 1. Juli 2020, 1:56 Uhr

Die Abwesenheit jeglicher Nennung der Problematik könnte auch bedeuten:

Der Versuch die Abwesenheit einer Agenda als Propagieren einer "Gegen-Agenda" zu deklarieren ist in höchstem Maße UNREDLICH.

Das geht in dieselbe Richtung wie die extremistische Anschuldigung. "Wer nicht EXPLIZIT für uns ist, der ist GEGEN uns." Das gab es historisch schon immer mal wieder, war aber NIE etwas akzeptables, sondern immer eine TOTALITÄRE Haltung, die direkt den Weg zur Gewalt gebahnt hat.

Ein Einstieg in solch eine totalitäre Aggression ist die oben zitierte "Abwesenheits"-Angriffsrichtung.

Und wer ständig und militant, mit Gift oder/ und mit großen verbalen Explosionen jegliche Veränderungen ablehnt, ist... auch nicht so weit von einem Radikalen weg.

Ständig? Militant? Jegliche Veränderung?  - Hat das irgendjemand hier oder in irgendwelchen Rollenspielprodukten "da draußen" gemacht?

NEIN.

Der "Radikalenvorwurf" ist dann wieder ein weiterer Meter im Todesstreifen der TOTALITÄREN "Argumentation".

Damit gewinnt man nichts, man macht nur alles kaputt.

Zitat von Zornhau am 1. Juli 2020, 2:52 Uhr
Zitat von Der Oger am 1. Juli 2020, 1:56 Uhr

Die Abwesenheit jeglicher Nennung der Problematik könnte auch bedeuten:

Der Versuch die Abwesenheit einer Agenda als Propagieren einer "Gegen-Agenda" zu deklarieren ist in höchstem Maße UNREDLICH.

Das geht in dieselbe Richtung wie die extremistische Anschuldigung. "Wer nicht EXPLIZIT für uns ist, der ist GEGEN uns." Das gab es historisch schon immer mal wieder, war aber NIE etwas akzeptables, sondern immer eine TOTALITÄRE Haltung, die direkt den Weg zur Gewalt gebahnt hat.

Ein Einstieg in solch eine totalitäre Aggression ist die oben zitierte "Abwesenheits"-Angriffsrichtung.

Und wer ständig und militant, mit Gift oder/ und mit großen verbalen Explosionen jegliche Veränderungen ablehnt, ist... auch nicht so weit von einem Radikalen weg.

Ständig? Militant? Jegliche Veränderung?  - Hat das irgendjemand hier oder in irgendwelchen Rollenspielprodukten "da draußen" gemacht?

NEIN.

Der "Radikalenvorwurf" ist dann wieder ein weiterer Meter im Todesstreifen der TOTALITÄREN "Argumentation".

Damit gewinnt man nichts, man macht nur alles kaputt.

Zur Gesamtlage:

Wir reden hier über Autoren, Künstler, Verlage und einer Community in einem Land, in dem ein vorsätzlicher Mörder immer noch mit "Gay Panic" durchkommt und Diskriminierung von LGBT - Leuten mit Religions- und Meinungsfreiheit verteidigt wird. Oder ein Cop oder gar ein Besorgter Bürger jemanden auf der Straße kaltblütig ermorden kann und wegen höchstrichterlich verbriefter "Qualifizierter Immunität" oder überzogenen Selbstverteidigungsgesetzen straffrei ausgeht, wenn man die falsche Hautfarbe hat.  In dem Cops weggucken, wenn sich rechtsradikale Milizionäre mit vollautomatischen Schusswaffen in ein Parlamentsgebäude begeben, während Bürgerrechtsgruppen nach Anschlägen von den Bundesbehörden als mitschuldig dargestellt werden. Da kann ich es schon verstehen, wenn dann jemand über die Stränge schlägt und das mit in sein Hobby oder ins Internet nimmt, weil er meint, da etwas ändern zu können. Und er dann gegen einen Chor aus Stimmen brüllen muss, denen entweder alles zu weit oder nicht weit genug geht.

Warum wir Deutschen uns diesen Kulturkrieg in der Form, wie er drüben läuft, zu eigen machen sollten - egal auf welcher Seite - verstehe ich bis heute nicht.

Aber:

Ich nehme mal Deinen Agendavorwurf auf, und sage: Jeder hat bestimmte Vorstellungen, und wird wohl irgendwas produzieren, dass sich mit diesem deckt. Gary Gygax war libertär, also wundert es mich nicht, dass Goldmünzen = EP sind. Bei Alexander Macris und ACKS gilt das auch, und man kann einige Sachen auch noch ganz anders lesen, wenn man weiß, dass er  Milo Yannopolis gemanagt und damit Trump im letzten Wahlkampf mit unterstützt hat.

Ein mittelalter Hetero-WASP-Mann wird - wie alle Menschen -  erstmal auch beim Schreiben eines Rollenspiels alles durch seine eigene Brille sehen. Die macht es dann für Menschen mit anderen Brillen eventuell weniger attraktiv. Es interessiert ihn aber vielleicht auch einen Scheiß, weil er vielleicht gar nicht in diese Menschen einfühlen kann. Er weiß nicht, was es bedeutet, der einzige Farbige, die einzige Frau, der einzige Schwule oder Jude am Tisch zu sein. Wie Er/Sie denkt, fühlt, was sie womit verbindet.

Er wird ein Rollenspiel schreiben und Artwork wählen, wie es für ihn als mittelalten Hetero-WASP - Mann zu sein hat und nicht anders.

Mit steigender Heterogenität des Kundenpools und zunehmendem Identitätsbewusstsein von angeblichen Rollenspielrandgruppen (also, alles, außer dem mittelalten Hetero-WASP-Mann oder dem biowestdeutschen Oberstudienrat) MUSS ein Unternehmen seine Waren auch für solche Kunden attraktiver machen. Sonst geht es unter.

Das nennt sich Kapitalismus. Das wollen wir doch so.

Lasst den Markt das regeln.

Und das gezielte Verschweigen von Dingen bzw. das Kritisieren von Protest kenne ich aus diesem Land noch zur Genüge. Ich habe vor geraumer Zeit mal in einem anderen Zusammenhang einen Vergleich mit einer katholischen Kleinstadt angestellt, in der manche Dinge kollektiv nicht gesagt, manche fast immer verschwiegen, und Protestler ausgegrenzt und niedergebrüllt werden.

Es ist doch schon Agenda.

Es ist der Gebrauch von Macht gegen Minderheiten.

Vielleicht wird es ja in Zukunft mehrere Arten von Spielen geben, eine Spaltung in modernere, offenere und inklusivere Werke für eine erleuchtetere und bessere Gesellschaft, und solche mit Frakturschrift, Exklusion und vielen Hundepfeifen. Für SCHLECHTE MENSCHEN (TM).

It is by nerdiness alone I set my mind in motion. It is by the roll of dice my thoughts acquire speed; the dice create uncertainty, and uncertainty creates an adventure. It is by nerdiness alone I set my mind in motion.

Ich habe kein Problem mit der Tabelle, außer dass ich sie nicht benutzen würde. Sie betrifft Dinge, die ich gerne selber festlegen (ohne dass immer das gleiche dabei herauskommt).

Manchmal bin ich im Spiel dann selber ueberrascht, worauf sich meine Personnage einlässt (Stichwort: invisible gay furry sex).

* Orangener Gurt im PJJ * Grüner Gürtel im Drama-Fu (Drachen-Stil) * Blauer Gürtel im Pyro-Fu * Night's Master im Ghoulu Jitsu *