Disputorium

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Hilfe bei Begriffserklärung

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Aloah liebe Gemeinde,

 

wir rätseln gerade woher der Begriff "cheesecake armor" herkommt und finden nichts im Netz dazu. Einer zufällig eine Ahnung?

Stimme der Vernunft. 4E Archoangel - love me or leave me!

Hm, mein google-Fu ist jetzt nicht so stark, aber hilft das?

Lässt jetzt bei mir jedenfalls keine Fragen offen.

 

Der Kettenhemdbikini ist die Form, die es auch ins Deutsche geschafft hat. Cheesecake armor ist da weniger spezifisch aber wird auch seltener verwendet, wenigstens meiner Erfahrung nach.

Current thinking of this agency: 10 Ignores

“But ah! It goes against our hearts, to lose our cheesecake and our tarts.”

AHA!!!! Dank dafür, das ist also strukturell fast wie rhyming slang, nur ohne rhyme.

Denn tart ist sowohl bekannt, immer noch in Nutzung und brauch keine große Erklärung. Und cheesecake war da wohl einfach zweisilbige Versmaßbrücke. Hoho! Heut hab ich was gelernt.

 

Zitat von tassander am 10. April 2020, 23:30 Uhr

Hm, mein google-Fu ist jetzt nicht so stark, aber hilft das?

Lässt jetzt bei mir jedenfalls keine Fragen offen.

 

Vielen Dank. Wieder was gelernt.

Stimme der Vernunft. 4E Archoangel - love me or leave me!

Cheesecake (gutaussehende sportliche Frauen), Beefcake (gutaussehende sportliche Männer) kenne ich als Begriff schon länger.

Aber "Cheesecake Armor" habe ich noch nie gehört. Der "Chainmail Bikini" ist sehr verbreitet, aber "Cheesecake Armor" überhaupt nicht.

Wo wurde dieser Begriff denn ursprünglich, ursächlich für die Frage hier, gefunden?

Ich kenne diesen Begriff schon lange, also wenigstens 20 Jahre würde ich mal sagen. Konkret zum nachdenken brachte er mich wegen eines Threads drüben im verbotenen Forum.

Stimme der Vernunft. 4E Archoangel - love me or leave me!

Geht es um diesen Thread hier? https://www.tanelorn.net/index.php/topic,114831.0.html

Erstaunlich, wie sehr dort puritanischer Prüderie das Wort geredet wird.

In einer Zeit, wo Internet-Porno über jedes Handy zu jeder Zeit jedem zugänglich ist, wo in Musikvideos "full frontal nudity" nichts Ungewöhnliches mehr ist, da wird über Illustrationen in ROLLENSPIELEN die Perlenkette ergriffen und "denkt an die Kinder" geseufzt?

Erstaunlich.

Und dann die extra weicheierigen Leute, die "ja, bei Geschlechterparität" gestimmt haben, als ob die Zielgruppe NICHT vornehmlich Männer mit herkömmlicher sexueller Orientierung sind, die einfach GERNE Frauen im Kettenhemdbikini anschauen.

Und besonders soja-verseucht wird es bei denen, die "ja, wenn nicht nur Supermodels dargestellt werden." gestimmt hatten.  - Man zeige mir "Cheesecake"-Bilder von "Body-Positivity"-Speckbulletten oder irgendwelchen Vogelscheuchen. Das will KEINER sehen! Das ist auch KEIN "Cheesecake", wenn die dargestellten Weiber nicht verdammt gut aussehend sind.

Sind die Kerle bei "Beefcake" ja auch. Da ist nicht der Untrainierte mit Bierbauch und Halbglatze gemeint, sondern der anabolika-aufgeblähte knusprig gebräunte Muskelmann.

Offenbar scheint es bei den dort im Thread wortreich wieder Illustrationen mit gutaussehenden Leuten Argumentierenden einen echten HASS auf die Schönen, die Fitten, die Sportlichen - die Wunschvorstellungen und Ideale zu geben.

Selbst wenn man Rollenspiele mit historisch akkurater Bekleidung der Charaktere in den Illustrationen anschaut, dann sind dort gerade die jungen (heiratsfähigen) Frauen eben der jeweiligen historischen Mode entsprechend ATTRAKTIV gekleidet, mit Kleidung, die ihre körperlichen Vorzüge zur Geltung bringt. Und das ist bei der Männermode quer über die Jahrhunderte dasselbe. - Mode soll eben Leute attraktiv(er) machen.

Je nach Genre gibt es entsprechend unhistorisch, aber zum Genre passende Mode-Versatzstücke. Der Barbar im Lendenschurz, dem das Herumstehen in Schneewehen nichts ausmacht, ist ein Klassiker. Ebenso Red Sonja mit ihrer "Schuppenrüstung". - Oder man schaue sich Steampunk-Zeugs an, wo die jungen Frauen in Korsett und mit zur Schau gestellter Unterwäsche plus Schweißerbriller rumspringen (auch gerne reallebig so auf Cons dargestellt). Das sind einfach SCHÖNE BILDER.

Es müssen nicht immer nur die "tollen Landschaftsbilder" in Rollenspielprodukten sein, die Leute begeistern, sondern es dürfen gerne auch die heißen Weiber und strammen Kerle sein, die als überlebensgroße Heldenfiguren dargestellt werden.

Hier "mehr Häßlichkeit" zu fordern, halte ich für gestört.

Oh man, was ist das wieder für eine schwachsinnige Diskussion/Abstimmung im Tanelorn ... ...

Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten, weshalb der Thread zu keinem Ergebnis führen kann. Die Qualität eines Bildwerks steht nicht in umgekehrter Proportionalität zur Freizügigkeit, weshalb der Thread zu keinem Ergebnis führe kann. Die Sinnhaftigkeit der Auswahl einer Bebilderung hängt nicht von dem Grad der Züchtigkeit ab, sondern vom Zusammenhang mit dem jeweiligen Textinhalt, weshalb der Thread zu keinem Ergebnis führen kann.

Jede Menge Beiträge, die man garnicht mehr lesen muss, wenn man den Namen des Verfassers gesehen hat, weil man ohnehin schon weiß, was von dort kommt.

Themen die die Welt nicht braucht!

Bin ich gerade drüber gestolpert, weil Dark Naga Adventures das unterstützt, und ich fühlte mich an diesen Faden erinnert:

"The second volume of the artbook for adults, against the rejection of erotic art in social media. 186 pages filled by over 130 artists!"

"Many of the artists contributing to #hardcover haven't published any adult art until taking part in this project. We wanted them to be free to create any content without boundaries. The book contains diverse depictions of sexuality including LGBTQ artworks and we wouldn't want it any other way. There is absolutely no discussion about the reasons, so please don't waste everybody's time leaving inappropriate comments over our social media and this campaign. The same goes for people trying to save our souls. We already accepted our place in hell."

Das ist jetzt keine Kaufempfehlung von mir.

Ich persönlich bevorzugte schon in den 80ern für den Rollenspielbereich andere Bildwerke (also damals z.B. weniger Frank Frazetta oder erst recht nicht Boris Vallejo, sondern eher Rodney Matthews, Jim Fitzpatrick, Larry Elmore, ...). Das hat sich bis heute nicht geändert. Heute sind es z.B. bei den aktuelleren Veröffentlichungen die Artworks in Trudvang Chronicles / Ruin Masters, Shadows of Esteren etc., die mich ansprechen.

Dennoch verstehe ich, wenn Verlage und Künstler sich in ihren Freiheiten durch die in sozialen Medien massiv betriebene Prüderie eingeschränkt fühlen. Man fühlt sich schon manchmal in überwunden geglaubte Zeiten zurückversetzt.

Dass Dark Naga Adventures als ein Rollenspielverlag (der sich - soweit ich das anhand meiner Bibliothek beurteilen kann - nicht durch besondere Freizügigkeit in seinen Produkten hervorhebt) ein solches Crowdfunding öffentlich unterstützt, wirkt auf mich irgendwie symptomatisch.

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