Disputorium

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Einstein über AD&D

Zitat von Lord Verminaard am 2. Dezember 2019, 20:06 Uhr

Crunch ist vor allem individuell erlebbar, du kannst minutiös deine Stabzauber  und dein Zweitstudium an der Magierakademie regeltechnisch abbilden und sogar den Pakt mit einem Erzdämon, auch wenn es noch so unwahrscheinlich ist, dass ein SC einen solchen Pakt tatsächlich schließt.

Isso. Ich weiß von Spielrunden, in denen der Magier-Spieler stundenlang Regelstellen zur Herstellung von Tränken in diversen Bänden gewälzt hat, während der Rest der Gruppe das Frühstück der Helden ausgespielt hat.

DSA ist wichtig, weil es den Rahmen der deutschen RPG-Kultur darstellt.

Re: das kulturelle Erbe DSAs:

einige DSA-Autoren haben sich leidlich als Romanciers betätigt. Ist aber natürlich nicht das, was Settembrini meint. In den writers rooms amerikanischer Serien sitzen lauter Menschen, die früher und zum Teil jetzt noch D&D spielen. Das erlaubt strukturell eine ganz andere Sättigung der Popkultur. Aus den DSA-Spieler.innen der Pionierszeit scheinen zumindest keine Tatort-Drehbuchautor.innen geworden zu sein.

Grüße

Hasran

"If people seem slightly stupid, they’re probably just stupid. But if they seem colossally and inexplicably stupid, you probably differ in some kind of basic assumption so fundamental that you didn’t realize you were assuming it, and should poke at the issue until you figure it out." - Scott Alexander

naja, sind gefühlt hauptsächlich Lehrer.

Beim Projekt Phantastik bietet es sich doch an, über "phantastischen Realismus" zu sprechen.

Und DSA hat ja vrmtl. einen großen Einfluss auf den SPIELSTIL der gesamten Community gehabt, im Guten wie im Schlechten. Relevant ist DSA immer noch aber wohl nicht mehr lange. Man kann sich auch über Splittermond unterhalten, das ist sicher dasselbe in blau (habe das GRW nur überflogen, einen SC gebaut und einen OneShot gespielt).

geschätzt jede 3. Rundenanfrage in meinen öffentlichen Gruppen ist eine SpliMo-Anfrage. DSA ist vielleicht jede 10.

So, ich prokrastiniere und bin daher über eine sehr schöne DSA-Diskussion gestolpert, die gerade im :T: läuft und Verminaards Beobachtungen unterstreicht:

Es geht darum, ob man in einem Dorf einen Schmied finden kann, der aus Silbermünzen Silberpfeile gegen Werwölfe fertigen kann. So weit, so unspektakulär.

Aber: nachdem sich so mancher dazu ausgelassen hat, wie das denn sein mag, mit Schmieden und Dörfern und Silber, kommt vom Threadersteller der Hinweis: er braucht diese Art von Überlegungen nicht, denn er hat schon längst entschieden, dass die Spielfiguren ihre Pfeile bekommen.

Ihm geht es darum, die somit rein illusorische Suche möglichst "realistisch" zu beschreiben.

Ich frage immer mal wieder: aber hat jemand Einblick in Splittermond? Wie steht das denn da, bezüglich Romantik/Phantastik etc.?

Und weiß jemand, wie erfolgreich SpliMo im Vergleich zu DSA ist? Die Insolvenz hat sicher nicht geholfen.

Zitat von tassander am 3. Dezember 2019, 16:52 Uhr

Ich frage immer mal wieder: aber hat jemand Einblick in Splittermond? Wie steht das denn da, bezüglich Romantik/Phantastik etc.?

Und weiß jemand, wie erfolgreich SpliMo im Vergleich zu DSA ist? Die Insolvenz hat sicher nicht geholfen.

Das wollte ich gerade auch fragen. Ein Mitspieler eines CoC One shots hat in höchsten Tönen davon geschwärmt. Das wenige, was ich gelesen habe, hat mich aber nicht angemacht.

Grüße

Hasran

"If people seem slightly stupid, they’re probably just stupid. But if they seem colossally and inexplicably stupid, you probably differ in some kind of basic assumption so fundamental that you didn’t realize you were assuming it, and should poke at the issue until you figure it out." - Scott Alexander

Habe ürigens mal ins Rieslandforum geguckt und anderthalb Abentuer gelesen. Ich sehe Potenzial aber auch nicht mehr. Wenn es da tolle Sachen gibt, bitte einzeln darauf hinweisen.

In dem Forum deutschtümelt es aber auch, geerbt von DSA...das "Eherne Schwert" färbt ab: "Rieslandfahrer", "Sturmgeschmiedet", "Fokusspielhilfe.

 

Dunkel kann ich mich an eine wandelnde Stadt erinnern, gab es darüber nichtmal einen SpliMo-Skandal?

Hatte mal vor Jahren in einer Savage Rakshazar Runde auf der NordCon mitgespielt, die ist mir milde positiv in Erinnerung, aber zu diffus, um ernstlich irgendwas dazu zu sagen.

Noch ein schönes Beispiel für (offenbar fanbetriebene) DSA-D-tuemelei: die Firunstanne!

https://nandurion.de/blog/2019/12/04/unter-der-firunstanne-geschenkberatung-2019/?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+nandurion%2Fnews+%28Nandurion%29

Geht es noch D-tuemeliger?

Alternativbegriff, falls "Deutschtuemelei" Anstoß erregt: Biedermeiertum?

* Orangener Gurt im PJJ * Grüner Gürtel im Drama-Fu (Drachen-Stil) * Blauer Gürtel im Pyro-Fu * Night's Master im Ghoulu Jitsu *

Die Frage ist, kann man "Deutsches" fürs RPG nutzen ohne deutschtümelig zu sein und ist das schlimm?

Wenn sie schließlich ankommen und RPGs mit "skandinavischen Mythen" (Trudvang Chronicles) oder "slawischen Mythen" (The Witcher RPG" o.Ä. bestücken, werden sie abgefeiert.

Eine zeitlang würde ja z.b. mal Lost Songs of the Nibelungs von disoriented ranger entwickelt